Erklärfilm

Um Pflegebedürftige und Angehörige über die Qualitätsdarstellungen zu informieren, haben die MDK eine Animation machen lassen.
Ob’s hilft das System zu verstehen? Urteilen Sie selbst:

Ich kann mir nicht vorstellen, dass aktive Altenpflegekräfte an diesem Video mit gearbeitet haben. 🙁 Georg Paaßen
2:58 min – Video auf YouTube vom 27. September 2019 (Link geprüft am 6. Oktober 2019)

Qualitätsprüfungen in Schottland

In Deutschland wurde von vorn herein viel Wert darauf gelegt, die Vergleichbarkeit mit Bewertungen über definierte Kriterien sicher zu stellen.
Das es auch anders geht zeigt das schottische „Careinspectorate“: Es gibt zu jeder Einrichtung einige Seiten Text zu lesen. Klare, für Laien verständliche Sprache, direkte Zitate von Bew. und Angehörigen, Erläuterungen zu Verbesserungsvorschlägen aus der letzten Inspektion …
Hier sind Einrichtungen zu finden:
http://www.careinspectorate.com/index.php/care-services
Hier ist ein Bericht:
http://www.careinspectorate.com/berengCareservices/html/reports/getPdfBlob.php?id=302627
Das machen die in Schottland wirklich gut, finde ich.

(Links geprüft am 2. Mai 2019)

Ja. ABER…

Tobias Schmidt begrüßt für die Neue Osnabrücker Zeitung, das die Realität im neuen System der Pflegenoten ungeschönt offengelegt werden solle. Mit das wichtigste sei es, dass „Schwarze Schafe“ unter den Altenheimen für Laien leicht erkennbar werden.
ABER…
Zwei Voraussetzungen müssten für jede Reform an diesem System erfüllt werden: Die Einrichtungen müssten nicht nur genug [qualifiziertes] Personal finden und das auch re-finanziert bekommen. Die Zuzahlungen der Pflegebedürftigen dürften auch nicht weiter und weiter steigen. Sonst könnten sich nur zahlungskräftige Menschen einen Platz in einer „guten“ Heim leisten.

Neuer Heim-TÜV könnte zu Zwei-Klassen-Pflege führen, Kommentar in der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 20. März 2019 (Link geprüft am 26. März 2019)

Ergebnisse zählen

Andreas Westerfellhaus (ehem. Präsident des Deutschen Pflegerats) begrüßt die Reform der Pflegenoten. Er weißt darauf hin, das nicht mehr bewertet werde, welche Pflegestandards, etwa zur Dekubitusvermeidung aufgeschrieben worden seien. „Jetzt zählt allein das Ergebnis, ob ein Pflegebedürftiger sich wundgelegen hat oder nicht. Das war überfällig.“

Pflegebevollmächtigter lobt neuen Pflege-TÜV als Durchbruch, Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 20. März 2019 (Link geprüft am 26. März 2019)

Betroffene beteiligen!

Kordula Schulz-Asche (MdB, Grüne) begrüßt, dass die Pflegenoten durch ein verlässlicheres Systen ersetzt werden sollen. Sie fordert: „Betroffene Menschen – Pflegefachleute, Pflegebedürftige und deren Angehörige sollten – stärker an der Entwicklung des neuen Qualitätsprüfverfahrens und der Qualitätsdarstellung beteiligt werden.“

Quelle: Qualitätsunterschiede in der Pflege müssen sichtbar werden!, Pressemitteilung von Kordula Schulz-Asche (21. November 2018; Link geprüft am 3. Dezember 2018)