Reform der Heimaufsicht in NRW

In Nordrhein-Westfalen soll 2019 eine Reform des Wohn- und Teilhabegesetzes (WTG) in Kraft treten. Damit würden überflüssige Prüfvorschriften außer Kraft gesetzt und Doppelprüfungen abgeschafft. Allgemein gesagt: Die Qualität der Pflege werde künftig vom Medizinischen Dienst (MDK) geprüft. Die Heimaufsichten sollen vor allem strukturelle Kriterien wie Personalschlüssel oder Raumgröße in Augenschein nehmen. „So erhalten die Einrichtungen mehr Zeit, um sich auf eine gute Versorgung und Betreuung der Pflegebedürftigen zu konzentrieren“, erläuterte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Wohn- und Teilhabegesetz: Opposition sieht Pläne von Gesundheitsminister Laumann kritisch, Artikel vom 15 Oktober 2018 (Link geprüft am 21. Oktober 2018)

Qualitätsdarstellungen wohl erst 2020 …

In einer Pressemitteilung zur 6. Berliner Runde zur Zukunft der Pflege ist zu lesen: „Neben dem Abschluss ausstehender Vereinbarungen und der Schaffung der erforderlichen (technischen) Voraussetzungen steht eine Erprobungsphase an. Dieser Prozess soll Ende 2019 abgeschlossen sein. Bundesweit müssen sowohl die Einrichtungen als auch die Prüfdienste geschult werden.“
So ausgedrückt, könnte es auch in 2020 noch nicht so weit sein, dass das neue System der Qualitätsdarstellungen flächendeckend eingeführt wird.
🙁

Quelle: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen: Was kommt nach dem Pflege-TÜV? 6. Berliner Runde zur Zukunft der Pflege diskutiert neues System der Qualitätsdarstellung, Pressemitteilung vom 21. September 2018 (Link geprüft am 21. Oktober 2018)