Heimaufsicht in Schleswig–Holstein

Der NDR berichtet zum wiederholten Mal über die Arbeit der Heimaufsichtsbehörden im Bundesland Schleswig–Holstein. Irgendwie klingt es schon nach „Erfolg“, wenn 7 von 15 Heimaufsichten melden: Jede Einrichtung im Bezirk im Jahr 2018 mindestens 1 mal besucht.

So sieht Pflegepolitik im Alltag aus.

Quelle: Kontrollen bei Pflegeheimen haben weiter Lücken, Nachricht auf www.ndr.de vom 2. Januar 2019 (Link geprüft am 12. Februar 2019)

Privat- vor Gemeinnutz?

Gewinnorientierte Unternehmen haben an vielen Stellen die Möglichkeit Einnahmen zu erhöhen und Ausgaben zu mindern. Max Geraedts hat Untersuchungen zur Versorgungsqualität in Altenheimen in der ARD Sendung PlusMinus vorgestellt. Häuser in profitorientierter Trägerschaft wurden mit Häusern in gemeinnütziger Trägerschaft verglichen. Der Professor zeigt, dass letztere besser abschneiden.
Was die Kapitaleigner entnehmen, fehlt bei der Versorgung der Pflegebedürftigen.

Die Möglichkeiten, übermässige Geldabflüsse bei Prüfungen durch MDK oder Heimaufsicht zu entdecken, sind sehr begrenzt.

Quelle: Wie Investoren mit Pflegeheimen Gewinne maximieren, Beitrag in der Sendung vom 7. November 2018 (Link geprüft am 11. November 2018)

Reform der Heimaufsicht in NRW

In Nordrhein-Westfalen soll 2019 eine Reform des Wohn- und Teilhabegesetzes (WTG) in Kraft treten. Damit würden überflüssige Prüfvorschriften außer Kraft gesetzt und Doppelprüfungen abgeschafft. Allgemein gesagt: Die Qualität der Pflege werde künftig vom Medizinischen Dienst (MDK) geprüft. Die Heimaufsichten sollen vor allem strukturelle Kriterien wie Personalschlüssel oder Raumgröße in Augenschein nehmen. „So erhalten die Einrichtungen mehr Zeit, um sich auf eine gute Versorgung und Betreuung der Pflegebedürftigen zu konzentrieren“, erläuterte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Wohn- und Teilhabegesetz: Opposition sieht Pläne von Gesundheitsminister Laumann kritisch, Artikel vom 15 Oktober 2018 (Link geprüft am 21. Oktober 2018)