Phase 2 gestartet

Ab heute sollen bei den Altenheimen eigenes Qualitätsmanagement und MDK Prüfung ineinander greifen: „Dazu müssen die Pflegeeinrichtungen halbjährlich interne Qualitätsdaten erheben und an eine Datenauswertungsstelle (DAS) melden. Dabei wird etwa erfasst, wie mobil und selbstständig alle Bewohner sind, wie viele von ihnen an Druckgeschwüren oder an den Folgen von Stürzen leiden oder ob ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust eingetreten ist.“ Die bundeseinhatliche DAS veröffentlicht und vergleicht die Ergebnisse. Den Pflegeheimen werden Daten zur Verfügung gestellt, die zur Weiterentwicklung der Pflege nützlich sein können.

Quelle: Pflege-TÜV: Phase 2 gestartet, Artikel auf www.zdf.de vom 1. November 2019 (Link geprüft am 1. November 2019)

Neuer Pflege-TÜV gestartet

Die Ergebnisse der „externen“ MDK-Prüfungen sollen der Öffentlichkeit ab Ende 2020 zur Verfügung stehen. Dann wird es auch eine allgemein zugängliche Datenbank geben, in der Eckdaten zur Versorgungsqualität jedes der 13000 deutschen Altenheims eingesehen und verglichen werden können.

Jens Spahn ist guter Dinge: „Nunmehr stehe ’nicht mehr der richtig gesetzte Haken im Aktenordner im Mittelpunkt‘, betonte Spahn. Entscheidend sei, wie es den Pflegebedürftigen tatsächlich gehe.“

Quelle: Neuer Pflege-TÜV gestartet, Artikel auf www.tagesschau.de vom 1. November 2019 (Link geprüft am 1. November 2019)

BAGFW: Wichtiger Meilenstein

„Als wichtigen Meilenstein in der stationären Pflege bewertet die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) das neue indikatorengestützte Qualitätssystem.

‚Das neue Verfahren stärkt die Fachlichkeit in der Pflege, indem es den professionell Pflegenden mehr Verantwortung im Prozess Qualitätssicherung überträgt. Die Einrichtungen erhalten dadurch mehr Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Pflegequalität‘ betont BAGFW-Geschäftsführer Dr. Gerhard Timm. ‚Endlich geht es um Ergebnisqualität.‘ Pflegebedürftige stehen im Zentrum der Betrachtungen.

‚Wir wissen aber auch, dass die Einführung des Systems aufgrund der vielen Neuerungen vor allem für die Einrichtungen eine große organisatorische Herausforderung darstellt und versuchen hier soweit es geht zu unterstützen‘, so Timm weiter. ‚Es lohnt sich für alle Beteiligten. Das entwickelte Verfahren ist abgestimmt und anschlussfähig an das neue Strukturmodell der Pflegedokumentation sowie an den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff. Nach Abschluss der Erprobungsphase leistet das Verfahren durch die Veröffentlichung der Ergebnisse einen Beitrag zu mehr Transparenz für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.’“

Quelle: Neues Qualitätssystem in der stationären Altenpflege startet, Artikel auf www.awo.org am 2. Oktober 2019 (Link geprüft am 6. Oktober 2019)

Erfahrungen mit den Qualitätsdarstellungen

In Rosendahl-Osterwick wird schon seit der Projektphase mit den Qualitätsdarstellungen gearbeitet. Mitarbeitende und Leitungen seien hoch zufrieden. Es werde „nicht mehr um des Dokumentierens willen“ dokumentiert. Im neuen System begutachteten Pflegefachkräfte die Situation der Bewohner*innen und es würden relevante „Ereignisse, Veränderungen und eigene Leistungen“ beschrieben.

Quelle: Allgemeine Zeitung, 2019: Pilotversuch: Caritasverband testet neue Qualitätskontrolle in Pflegeheimen, Artikel auf www.azonline.de vom 22. Juli 2019 (Link geprüft am 26. Juli 2019)

Ergebnisse zählen

Andreas Westerfellhaus (ehem. Präsident des Deutschen Pflegerats) begrüßt die Reform der Pflegenoten. Er weißt darauf hin, das nicht mehr bewertet werde, welche Pflegestandards, etwa zur Dekubitusvermeidung aufgeschrieben worden seien. „Jetzt zählt allein das Ergebnis, ob ein Pflegebedürftiger sich wundgelegen hat oder nicht. Das war überfällig.“

Pflegebevollmächtigter lobt neuen Pflege-TÜV als Durchbruch, Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 20. März 2019 (Link geprüft am 26. März 2019)